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Hamburg und Musik

4 Okt

Hamburg ist die Stadt der Musik – es gibt keinen Tag an dem man nicht irgendwo ein Konzert besuchen könnte. Kaum ein Monat in dem nicht irgendwo mindestens ein Musikfestival oder eine Konzertreihe stattfindet. Die Auswahl ist meist so groß, dass man gar nicht mehr weiss, wo man hingehen soll – jedoch  lohnt es sich ungemein – selbst bei Bands, die man nicht kennt.

Allerdings gibt es auch ein paar ganz besondere Konzertveranstaltungen, die sich ganz besonders lohnen:

Musik aus Hamburg (Rock, Pop, Singer/Songwriter)

Hamburg Sounds
Jeden zweiten Montag im Monat im Schmidts Tivoli präsentiert NDR 90.3 Bands und Talente aus Hamburg und Umgebung.

Lauschlounge
Unregelmäßig präsentiert Michy Reinke eine Hamburger Größe kombiniert mit großartigen Nachwuchstalenten in der besonderen Atmosphäre der Katharinenkirche.

Festivals (Rock, Pop etc.)

Reeperbahnfestival
Internationales Musikfestival September in verschiedenen Clubs rund um die Reeperbahn (u.a. D-Club, Übel & Gefährlich, Knust, Große Freiheit 36) und natürlich Open Air auf dem Spielbudenplatz.

Welt Astra Tag
Was in den 90er Jahren auf dem (inzwischen nicht mehr existierenden) Bavaria Brauerei Gelände als kleines „Hoffest“ begann, ist inzwischen ein riesiges Spektakel an den Landungsbrücken mit mindestens einer großen bekannten Band – umsonst und draussen im August.

Rockspektakel auf dem Rathausmarkt
Ebenfalls im August und genauso umsonst und draussen (na wo wohl?)

Dockville Festival
Indie-, Pop- & Kulturfestival auf der Elbinsel Wilhelmsburg

Duckstein Festival
Eine Art Straßenfest das früher „Fleetinselfest“ hieß, Kleinkunst und Musik aller Art mit Budenzauber…

Klassik / Jazz

Schleswig-Holstein Musikfestival
Nicht nur aber überwiegend klassische Musik in und um Hamburg in z.T. sehr ungewöhnlichen Locations den ganzen Sommer über

Hamburger Jazztage
Fünf Tage Jazz in der „Fabrik“ – so heisst das Kulturzentrum in Ottensen.

Konzerte im Michel
Die St. Michaeliskirche – auch besser bekannt als „Hamburger Michel“ – ist immer wieder Spielort verschiedenster Konzerte (meist jedoch Klassik, manchmal auch Jazz) einerseits gibt es „Turmkonzerte“ auf dem Türmerboden seltener auch „unter dem Michel“.

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Winterhude

15 Okt

Dieser Stadtteil wird von knappen 50.000 Hamburgern bewohnt und beinhaltet – meiner Meinung nach – für Auswärtige Deutschlands größte Verwirrung einer Straße doch dazu später mehr.

Architektonisch gesehen zeichnet sich der Stadtteil durch eine bunte Vielfalt aus. Die ältesten Häuser befinden sich eher in Richtung der Alster rund um den Mühlenkamp und dem Winterhuder Marktplatz. In den 20er Jahren vom 20. Jahrhundert wurde dann die so genannte Jarrestadt hochgezogen. Charakteristisch für den Baustil sind die roten Backsteine und die weißen Fenster, die sich als Häuserfassade durch das ganze Viertel durchschlängeln.

Direkt in Nachbarschaft zur Jarrestadt befindet sich das Kulturzentrum ‚Kampnagel‚, das berühmt für die modernen Kulturveranstaltungen unterschiedlichster Natur ist. Das Foyer wird an Freitagen für die ‚Tanznagel‘-Party zweckentfremdet. Weiterhin enthält das Gebäude noch ein sehr gutes Restaurant, in dem man mittags überdurchschnittlich gute kantinenmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen kann. Nebenan befindet sich noch das Programm-Kino ‚Alabama‘ mit einer Vielfalt an qualitativ hochwertigen Filmen.

Ein absolutes Highlight stellt in Winterhude der Stadtpark dar: Dieser Freizeitpark enthält einen riesigen Kinderspielplatz fern jeglichen Verkehrs, eine Open-Air-Bühne, jede Menge Parkbänke und natürlich verschlungene Wege zum Spazieren, Flanieren oder Joggen. Mein Geheimtip ist der Biergarten Schumachers (Ja, da kommt kein s-Apostroph! ;-)), wo das Bier noch bezahlbar ist, wo es Gegrilltes zum Essen gibt und wo sich der schönste Sonnenuntergang Hamburgs beobachten läßt. Dort geht die Sonne nämlich genau an dem Planetarium unter. Genau gegenüber vom Schumachers trifft man sich etwas cooler, etwas lässiger im Café Sommer-Terassen. Dann doch lieber das kleine, aber feine Café am Stadtpark mit Selbstabholung. Oder einmal der Kaffeekette Balzac etwas entgegen setzen und Annika und Thomas, den beiden sympathischen Betreiber vom Elbgold am Mühlenkamp 6a einen Besuch abstatten – leckerster Kaffee!

Weitere gastromische Highlights seien hier nur kurz erwähnt und sind rein subjektiv! 😉 Frühstück im Köbes, kleine Portion Kartoffeln im Goldbeker, Brasserie Schoepplenberg und Döner bei Dubara in der Jarrestraße.

Ach ja, die Verwirrung! Die Sierichstraße führt in Nord-Süd-Richtung quer durch Winterhude: Sie ist die einzige Strasse in Europa, die tageszeitabhängig ihre Richtung wechselt. Von 4 bis 12 Uhr kann man stadteinwärts fahren, von 12 bis 4 Uhr stadtauswärts. Meist geht es gut, doch dort als Geisterfahrer zu landen, fällt wahrlich nicht schwer.

Winterhude ist umgeben von einigen sehr schönen Gewässern wie am Goldbekkanal. Daher kann man sich an mehreren Stellen wie etwa am Kaemmererufer Paddel- und weitere Boote ausleihen. Sehr bekannt dafür ist der Bootsverleih Dornheim, der auch schon als Kulisse für eine Folge vom Großstadtrevier diente.

Eine willkommene Abwechslung zum Einkauf bei IKEA stellt der Besuch in der Wäscherei dar. Es ist ein ganz anderes Möbelhaus, das sich in den Räumen einer ehemaligen Großwäscherei befindet. Einige Tische mit Accessoires im Erdgeschoß sind farblich fein sortiert. Zu finden sind aber schöne Stücke für alle Wohn- und Essbereiche. An Samstagen sind die Verkäuferinnen und Verkäufer schon mal gerne auffällig gekleidet und ein DJ sorgt für gute Unterhaltung beim Einkauf.

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