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Eimsbüttel

1 Okt

Eimbüttel ist wohl einer der beliebtesten Stadtteile Hamburgs. Man unterscheidet allerdings zwischen dem Bezirk Eimsbüttel und dem Stadtteil Eimsbüttel:

Der Bezirk Eimsbüttel ist so eine Art „Verwaltungseinheit“ und umfasst neben dem Stadtteil Eimsbüttel ausserdem im Kerngebiet die Stadtteile Rotherbaum, Harvestehude und Hoheluft-West sowie im weiteren Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen.

Der Stadtteil Eimsbüttel wiederum hat auch sehr unterschiedliche Viertel:

Sehr bekannt ist das sogenannte Schanzenviertel – das im Südosten Eimsbüttels an Altona bzw. St. Pauli angrenzt. Direkt daneben quasi auf der Grenze zur Innenstadt liegt das Karoviertel – die Grenze zwischen dem Schanzen- und dem Karoviertel ist sehr einfach zu finden: Der alte Schlachthof, der heute den Musikklub „KNUST“ beherbergt und das angrenzende Gewerbegebäude „KAROSTAR“ – eine Art Gewerbezentrum für Musikschaffende und Firmen aus dem Bereich Musik.

Wer sich für Musik aus Hamburg interessiert, dem sei der dort ansässige Plattenladen „Hanseplatte“ empfohlen: Der Name ist Programm.

Beide Viertel geben sich betont „lässig“ und szenig – leider jedoch ist es mit dieser Lässigkeit inzwischen nicht mehr weit her (Zitat aus Wikipedia Artikel – weil so gut):

Einst ein verarmtes, heruntergekommenes Altbauviertel, das der autonomen antibürgerlichen Protestbewegung eine Basis bot und dessen Abriss teilweise geplant war, gilt es heute als Szeneviertel in Hamburg und ist bei jungen Erwachsenen ein beliebtes Wohngebiet wegen seiner alternativen Kultur, gestaltet auch durch Immigration. Viele Bars, Restaurants, ausländische Kleinunternehmer, Modeboutiquen und die dazugehörige Kundschaft prägen im Zentrum das Straßenbild.  Mittlerweile ist das Schanzenviertel unter Studenten und jungen Künstlern jedoch als überteuertes Yuppie-Sammelbecken in Verruf geraten. Während des Internet-Booms von 1998 bis 2001 war das Schanzenviertel ein Zentrum der Entwicklung der New Economy in Hamburg (Ende Wiki) – und zog damit natürlich auch entsprechendes Klientel an 😉

Schulterblatt - Galao-Strich

Schulterblatt - Galao-Strich

„Die Schanze“ ist inzwischen so etwas wie ein Tagesausflugsziel von jungen Leuten aus dem Hamburger Umland, das Schulterblatt (sozusagen die Hauptstrasse des Schanzenviertels) wird von einigen inzwischen spöttisch „Galao-Strich“ genannt – weil es in jedem zweiten Haus den portugiesischen Milchkaffee auf die Hand gibt, mit dem man sich dann auf der Piazza sehen lässt…

Etwas beschaulicher geht es zu in der Gegend um den Eppendorfer Weg, Weidenallee, Bellalliancestraße und Weidenstieg: Auch hier locken zahlreiche Cafés, kleine Läden und Boutiquen – doch hier sieht man fast ausschließlich Hamburger. Alles ist etwas ruhiger, unaufgeregter – weniger hip aber nicht weniger nett. Die Gegend hier war schon immer etwas bürgerlicher wird aber in den letzten Jahren mehr und mehr von Kunstschaffenden und Junggastronomen entdeckt und beherbergt viele Einrichtungen, die man als Eimsbüttler nicht missen möchte (siehe demnächst unter Shopping, Ausgehen usw.).

Daran anschließend folgt das Quartier rund um die Osterstrasse: Sie ist eigentlich das Geschäftszentrum Eimsbüttels: Hier findet man alles was man für den täglichen Bedarf braucht. Es gibt einen Karstadt, diverse Discounter, Drogerien, gutsortierte Supermärkte (auch einen Basic Biosupermarkt) und vieles mehr. Das ist zwar nichts besonderes, aber es ist durchaus komfortabel, da man sich weite Wege oder den samstäglichen Ausflug in die Innenstadt für ein neues Paar Socken sparen kann.

Mittwoch und Samstag gibt es einen passablen Wochenmarkt zwischen den Seitenstraßen Grundstraße und Methfesselstraße. Dieser Teil Eimsbüttels wirkt ein wenig wie eine Kleinstadt in der Großstadt – alles ist irgendwie etwas langsamer, etwas provinzieller – man kennt sich, trifft sich und geht auch mal in die „ortsansässigen Kneipen“. Die allerdings z.T. tatsächlich sehr empfehlenswert sind.

Abaton Kino und Bistro

Abaton Kino und Bistro

Ebenfalls (gerade) noch Eimsbüttel ist das Univiertel – auch Grindel genannt, weil es sich rund um die Grindelallee ausbreitet: Grindelallee, Grindelhof und die Anfänge der jeweiligen Seitenstraßen sind größtenteils von Geschäften bevölkert, die die Studenten der Uni adressieren: Hier findet man Hamburgs höchste Dichte an Copyshops (mit den günstigsten Preisen), Buchläden, Gebrauchtfahrradläden und Imbissen. Doch auch hier gibt es immer wieder neues und interessantes zu entdecken – z.B. das Programm des Abaton Kinos oder der benachbarten Ponybar, die als Überraschung einen Konzertraum im Hinterzimmer hat.

All das liegt recht nah beisammen, immer wieder unterbrochen von kleinen Grünanlagen und Parks, durchsäumt von Jugendstilhäusern – manchmal hip bis zum Umfallen dann wieder gemütlich und freundlich. Kein Wunder, dass Eimsbüttel so beliebt ist…

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