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Hamburger Weihnachtsmärkte

3 Dez

Wie in jeder deutschen Stadt hat auch Hamburg in der Adventszeit einen Weihnachtsmarkt zu bieten… einen? Was sag‘ ich denn… zig Weihnachtsmärkte. Alleine in der Innenstadt kann man sich fast lückenlos vom Hauptbahnhof über die Mönckebergstraße und auch die Fleetinsel bis zum Rathausmarkt und von da über den Jungfernstieg bis zum Gänsemarkt mit Glühwein, Lebkuchen und allerlei Tinneff versorgen…

Und selbst auf St. Pauli muss man seit ein paar Jahren nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt verzichten… die sündige Meile höchtspersönlich wartet auf mit dem „Geilsten Weihnachtsmarkt“ und einem „Strip-Zelt“. Naja, wer’s mag!?

Gerade der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt ist optisch sehr hübsch (gestaltet von Roncalli-Direktor Bernhard Paul) – aber meist auch sehr, sehr voll. Wer es gerne etwas ruhiger angehen lassen möchte, der kann auch auf die kleinen Weihnachtsmärkte in den Stadteilen ausweichen. Hier sei besonders der in Ottensen (direkt hinter dem Bahnhof Altona) empfohlen. Auch preislich ist das meist ein anderes Niveau, als in der Innnenstadt und der Schuss im Glühwein ist eher eine Salve… Prost!

Eine Übersicht über alle nennenswerten Hamburger Weihnachtsmärkte gibt es auf: www.hamburg.de/weihnachtsmarkt

Für alle, die auf Kunsthandwerk und besondere Geschenke stehen, sei noch erwähnt, dass Hamburg auch zahlreiche weihnachtliche Kunsthandwerksmärkte u.ä. anbietet, wie z.B.
– die „Besondersschön“-Ausstellungen,
– das sogenannte Holy Shit Shopping,
– die Adventsmesse in der Koppel66
(Hinterhof Lange Reihe in St. Georg – immer Freitag bis Sonntag im Advent)
– den weihnachtlichen Kunsthandwerksmarkt im Goldbekhaus Winterhude
Alles sehr lohnenswerte Veranstaltungen, deren genau Daten man mit diesen Stichworten leicht ergooglet.

Möbel kaufen in Hamburg

2 Nov

Neu in der Stadt und endlich eine eigene Wohnung ergattert?

Herzlichen Glückwunsch.

Doch wohin, wenn in der Wohnung etwas fehlt, um es wirklich wohnlich zu machen?

Natürlich gibt es südöstlich und nordwestlich von Hamburg eine Filiale des schwedischen Möbelriesen IKEA – und seit neuestem mitten in Altona… aber es darf ja auch ruhig mal etwas individueller sein, doch woher nehmen? Und was, wenn es einfach um ein paar Dinge zum Aufpeppen gehen soll, die nicht jeder Gast gleich erkennt und sagt: „Achja, das hab ich auch!“?

Glücklicherweise gibt es in Hamburg ein paar tolle Adressen, die Abhilfe schaffen:

Neben den weiteren Wohnriesen wie Möbel Höffner in Eidelstedt am Autobahndreieck Nordwest A7 / A23 und den anderen Möbelhäusern auf der sogenannten Möbelmeile Halstenbek gibt es auch mitten in der Stadt ein paar sehr, sehr nette Geschäfte für unterschiedliche Budgets:

Wohngeschwister

Der Laden in einem Hinterhof in der Schanzenstraße ist gar nicht zu verfehlen: Vorne ein Laden mit Möbeln und Bestellmöglichkeiten für Stoffe und Schaumstoff und dahinter ein komplettes Loft voller Schätze und Kostbarkeiten in unterschiedlichen Stilrichtungen. Sehr nett gemacht und sehr, sehr verführerisch aber auch inspirierend.

BAQU

Mitten in der Schanze ist ein Laden für Möbel und Deko, nein zwei, nein drei, nein – doch nur einer: Die Fronten sind in den hinteren Räumen miteinander zu einem großen labyrinthartigen Laden verbunden. Ein Besuch lohnt sich, denn man kann hier so manches Schnäppchen machen und die orientalischen Inhaber lassen (vor allem bei Möbeln) unter Umständen auch mit sich handeln: Susannenstraße 39

Die Wäscherei

Die Institution in Winterhude ist inzwischen in die City Nord gezogen (Mexikoring 27-29) und hat schon seit vielen Jahren Kult-Status: In einer Art „Shop-in-Shop“ Prinzip gibt es Lampen, Teppiche, Kissen, Badezimmer-Artikel, Möbel aller Stilrichtungen, Deko, Geschirr und alles, was man sonst noch braucht und auch wieder nicht. Am Samstag gibt’s Musik vom DJ aber auch eine Menge anderer Besucher… daher am besten an Wochentagen kommen und schlendern.

Home & Garden Winterhude

Direkt am Goldbekplatz in einem alten Loftgebäude findet sich von Shabby Chic über Asia Style bis hin zu edlem Interieur alles, was Haus und Garten stilvoll schöner macht.

Le Marrakech

Wer auf orientalische Möbel, Fließen und Deko steht, für den lohnt sich ein Ausflug nach Groß Borstel – der sonst eher unscheinbare Stadtteil hat versteckt hinter dem Nedderfeld (Adresse ist Kellerbleek 10) eine ganz besondere Überraschung parat: In einer großen Halle mitten im Nirgendwo eines Industriegeländes taucht man in eine andere Welt: Plötzlich steht man mitten in Marrakech und findet hier alles (!) was das Herz begehrt, wenn es um orientalisches Interieur geht. Nicht ganz billig aber auf jeden Fall einen Besuch wert! Absoluter Traum.

Geheimtipp für ganz kleine Budgets: Stilbruch

Stilbruch gibt es zwei mal in Hamburg – einmal in Altona, ganz praktisch gegenüber von 1000 Töpfe in der Ruhrstraße 51 und einmal in Wandsbek in der Helbingstraße 63. Stilbruch ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Stadtreinigung und hier wird im Grunde alles angeboten, was andere Hamburger nicht mehr haben wollen oder hinterlassen haben. Das Angebot ist zum Teil sehr trashig aber es sind auch immer wieder echte Fundstücke und Schnäppchen dabei und die Preise sind absolut moderat, denn hier möchte man vor allem auch Geringverdienern die Chance geben, an Alltagsgegenstände zu kommen. Hier gibt’s Möbel, Geschirr, Lampen, Haushaltsgeräte und sogar Fahrräder zu vernünftigen Preisen. Wer also z.B. einfach Gläser braucht oder Bilderrahmen und nicht so anspruchsvoll ist, kann hier zum Flohmarkt-Tarif shoppen.

Made in Hamburg: Yokozuna

2 Nov

Update: LEIDER ist der YOKOZUNA Shop und auch das Café geschlossen worden.

😦

Das Konzept von Yokozuna ist so einfach wie genial:

Künstler, Designer, Kunsthandwerker, Bastler oder schlicht Verrückte (wie es scheint) können in dem kleinen Laden ein Regal mieten und ihre Produkte dort zum Verkauf anbieten.

Da sind zum Teil echt geile Sachen dabei, manchmal auch totaler Quatsch – aber es ist definitiv die Fundgrube für Ungewöhnliches jenseits des Mainstreams.

Ergänzt wird das ganze durch ein Sortiment aus Lomographie Kameras, Aufbügler, Schmuck und diverseste Geschenkartikel.

Yokozuna

Es lohnt sich, sich dafür richtig viel Zeit zu nehmen und mindestens 2 Runden durch den vollgestopften Laden zu drehen, denn man findet stets etwas, dass man vorher übersehen hatte. So finden sich ungewöhnliche Geschenke, kleine Gadgets aber auch tolle Sachen für die neue Wohnung. Da der Laden nur ein winziges Schaufenster hat, kann man ihn leicht übersehen – also Augen auf in der Weidenallee!

Danke Yokozuna!

YOKOZUNA

Weidenallee 17, 20357 Hamburg

Fleisch in Bio-Qualität: Schlachterei Wagner

2 Nov

„Bio seit immer“ lautet der markige Slogan der Familienschlachterei in Eimsbüttel. An der Ecke Osterstraße und Methfesselstraße (U2 Lutterothstraße) findet man hier einen von außen zunächst etwas altbackenen Laden, dessen Besuch sich aber für jeden, der gerne Fleisch ohne Massentierhaltungsmist genießen möchte lohnt.

Absolut bestes Fleisch aus überwiegend eigener Zucht in Bioqulität zu vernünftigen Preisen. Ich steh ja ohnehin mehr auf Huhn – aber auch das gibt’s hier besser als irgendwo sonst: Die Hähnchen von Wagner hatten „Ausgang“ auf dem Hof und das kann man sehen und schmecken.

Dazu bodenständig, herzhafte Auswahl an Wurst und Schinken und immer ein freundliches Lächeln.

Der Weg lohnt sich: Einer der besten Schlachter überhaupt!

Schlachterei Wagner

http://www.schlachterei-wagner.de

Methfesselstr. 51, 20257 Hamburg

Geöffnet Dienstag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 18 Uhr (Freitag bis 18:30) und Samstag bis 13 Uhr

Wein, Wasser & Gesang: Weinland Waterfront

2 Nov

Zum einen ein sehr gut ausgestatteter Weinhändler, der etwas von seinem Geschäft versteht:

Zwischen 3,50 und 350 Euro gibt es alles, was sich zu trinken lohnt. Die Beratung ist unaufdringlich, freundlich aber auch ehrlich und meist kauft man mehr, als man sich vorgenommen hatte – doch nie habe ich es bereut.

Zum anderen ist das Weinland ein ganz besonderer Veranstaltungsort, eine Weinbar, ein Bistro, eine offene Bühne, ein Treffpunkt…

Vor allem am Sonntagnachmittag, wo Besitzer Ralf Bochinski seine Musikerfreunde einlädt und auch selber mal in die Saiten greift. Dort kann man dann ganz überraschend Jamsessions beiwohnen in denen auch der ein oder andere Star plötzlich erscheint und zum Mikro oder zur Gitarre greift.

Wie könnte ein Wochenende besser ausklingen als mit Wein und Gesang?

Weinland Waterfront

Große Elbstrasse 146, 22767 Hamburg

Schöner Shoppen: Goldbekufer-Markt

2 Nov

Der Wochenmarkt am Goldbekufer (Winterhude) beginnt ganz praktisch direkt an der Brücke am Ende des Mühlenkamps (praktisch für alle ohne Auto: Hier hält auch der Bus) und führt idyllisch am Ufer des Goldbek-Kanals entlang.

Der Markt ist nicht nur eine Fundgrube für frisches Gemüse, Bioprodukte und einfach gute, regionale Lebensmittel, sondern am Samstagvormittag auch der Treffpunkt im Stadtteil. Ganz am Ende ist ein Muffinstand mit Kaffee-Ausschank an dem sich die Menschen in Trauben zum „Schnacken“ treffen und freundliche, aufgeschlossene Neuhamburger werden meist nett aufgenommen und finden hier schnell Anschluss.

Wer danach noch nicht müde ist, kann zurück gehen und ein bißchen über den Mühlenkamp und durch die Gertigstraße bummeln.

Schöner shoppen: Isemarkt

2 Nov

Mein absoluter Lieblingsmarkt in Hamburg: Hier gibt es nicht nur das übliche (und sehr gute) Obst und Gemüse aus dem alten Land und aus aller Welt – neben Fleisch und Fisch in allen Varianten gibt es hier auch jede Menge aussergewöhnlicher Spezialitäten, Kunst, Floristik und Geschenke.

Die Zusammenstellung ist einmalig und nur hier so zu finden:

Jeden Dienstag und Freitag am Vormittag öffnet der Markt unter der Trasse der U3 zwischen Hoheluft und Eppendorfer Baum die Stände.

Am besten startet man an der U-Bahn Hoheluft – das erste Highlight kommt nach wenigen Metern links: Kräuterhexe Ina mit ihrem Stand voller duftender Kräuter, Gewürze, Trockenfrüchte und exotischer Zutaten. Der Stand ist außergewöhnlich schön und es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Immer irgendwo in ihrer Nähe: “Der Seifenmann” – nicht ganz billig – aber aussergewöhnlich: In Hamburg per Hand hergestellte Seifen mit erlesenen ätherischen Ölen – der kleien Luxus für den Alltag.

Im nächsten Abschnitt riecht es bald nach frisch gebackenem Kuchen: Auf der rechten Seite erscheint nämlich bald Meckmans Muffins – dort auf jeden Fall eine Stärkungspause einlegen. Mein Tipp: Pecan-Mandel oder Himber-Weisse-Schokolade Muffin. Die Stände nebenan bieten sehr gute Quallität: rechts Obsthof Kalin – Hamburgs beste Äpfel in bioqualität zu hervorragenden Preisen, links eine große Auswahl an sehr guten Kartoffeln, frischen Eiern und bestem Honig – ebenfalls günstig zu haben. Meiden Sie lieber den Fischstand, der freitags gegenüber steht – der Geruch spricht für sich, gehen Sie lieber weiter und fragen Sie direkt neben dem Kartoffelstand bei “Schinken-Alex” nach den Sylter Lammbratwürsten – unbedingt mitnehmen!

Kurz darauf erreichen Sie Hamburgs größten Käsestand – die Preise sind gehoben aber Qualität und Auswahl sind einmalig. Direkt gegenüber verpasst man daher leicht eine weitere kleine Attrraktion: Einen sehr kleinen Stand mit sehr, sehr schönen Schokoladenspezialitäten. Wunderbare kleine Geschenke.

Kurz darauf erreicht man den beliebtesten Gemüsestand des Marktes – immer leicht zu erkennen an der langen Schlange – auch wenn es viele gute Stände für Gemüse gibt – hier scheint es die beste Qualität zum günstigsten Preis zu geben. Ausserdem eine große Auswahl an Kräutern im Topf für Balkon und Garten.

Irgendwo dazwischen: “Die Pastafrauen” – jede Woche neue, hausgemachte Pastaspezialitäten wie z.b. Tortelini mit Ingwer-Ricotta Füllung – aber auch traditionellere Rezepturen. Sehr lecker sind auch die versch. Sorten Pesto.

Wer einen Hund hat, für den lohnt sich der Besuch doppelt, denn Torstens Hundefutterstand ist zwar geruchsmässig kein Highlight aber hier gibt es zu unschlagbaren Preisen alles was Vierbeiner glücklich macht: Pansen, Kehle, Blättermagen, Schlund, Rindfleisch roh und gekocht, Schweineohren, Hühnerfüsse… ein Paradies für Doggies, dass Herrchen kein allzu tiefes Loch in die Geldbörse reist. Direkt nebenan gibt es wunderschöne und individuelle Geschenke für Babies und Kinder.

Die Verführung im nächsten Abschnitt beginnt am Trockenfrüchte- und Teestand von Herrn Daniel – dem gegenüber abwechselnd wunderbare echte Vanille oder Bergkäse verkauft wird… bald duftet es verführerisch nach frischen Kräutern – das könnte der Stand der Vegetarier mit ihren frisch gebacknen Pizzas oder der Perser gegenüber sein: Ein stets gut gelaunter aufgeweckter Mann mit einer überbordenden Auswahl frischer Cremes und Mezze, die jedes Mal verführen und man immer mehr kauft, als man eigentlich wollte… wer kulinarisch nicht so leicht zu verführen ist, bleibt vermutlich ohnehin vorher schon am Schmuck- und Kerzenstand hängen… Kerzen in allen Größen und Farben und wunderschöner Schmuck (im Winter mehr Kerzen – im Sommer mehr Schmuck – aber immer eine Versuchung).

Und wem das noch nicht reicht… es kommt ja noch Hamburgs größter Fischstand mit verführerischen Salaten, ein Stand nur mit Salaten (die Heringssalate sind alle Knüllerl), mehrere großartige Stände mit frischer Pasta und Antipasti, der Franzose – dessen Stand stets nach frisch gebackenen Croissants riecht und der die kulinarischen Versuchungen Frankreichs auf engstem Raum offenbart und natürlich Pingel: Pingel der Traum aller Naschkatzen… Ein Familienbetrieb der fast alle Pralinen, Schokoladen, Kekse und Bonbons aus dem Angebot selbst herstellt und für insgesamt mindestens 1 Tonne Übergewicht bei Hamburgs Bürgern verantwortlich ist 😉 – weshalb ich den Stand nur alle 2 – 3 Monate besuche – und trotzdem immer wiedererkannt und freundlich willkommen geheissen werde.

Ich könnte noch seitenweise schwelgen – aber am besten ist: Man erlebt es selbst. Das allerbeste am Isemarkt ist nämlich: Egal wie das Wetter ist, man bleibt trocken und muss sich nie überlegen, wie man gehen soll um alle Stände begutachten zu können – man geht eben einmal hoch und dann wieder runter – und dann ist man dreierlei: Pleite, satt und glücklich.

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