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Wahre Perlen

15 Okt

Es gibt in Hamburg zwei wahre Perlen, deren Besuch gerade bei schönem Wetter besonders lohnt:

Beide Perlen befinden sich an den maßgeblichen Gewässern Hamburgs und geben den Blick darauf wider.

Strandperle

Die Strandperle an der Elbe: Vom Hafen Övelgönne geht man einfach den Elbstrand entlang und trifft nach etwa 300 Metern auf das kleine Kiosk mit den vielen Außenplätzen. Besonders empfehlenswert sind hier die frischen Fischbrötchen. Ein wunderbares Fleckchen, um die vorbeischippernden „großen Pötte“ zu betrachten – doch vorsicht: Am Wochenende herrscht hier großer Andrang und es ist nur mäßig idyllisch…

Alsterperle

Die zweite Perle ist die Alsterperle an der – na? Genau, an der Alster – in diesem Fall die Außenalster.

An der Ostseite der Außenalster nicht weit entfernt vom berühmten Hotel Atlantic kann man auf einem Ponton Platz nehmen und besonders schön den Sonnenuntergang über Hamburgs Westen genießen.

Bei beiden wird die kostengünstige Selbstbedienung groß geschrieben und sie beleben sich überwiegend in den sonnigen Monaten des Jahres.

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…schon eine Straße?

26 Okt

Wwo es doch in Hamburg jede Menge Kamps, Blätter, Durchschnitte, Moore, Twieten, Wege, Alleen, Bahnen, Höhen, Plätze, Parks, Stiegen, Brücken, Glacis, Ufer, Wälle, Wöhre, Dämme, Stücken, Chausseen, Brooke, Wische, Koppeln, Fänge, Mühren, Forts, Horste, Rehme, Gräben, Blicke, Pfade, Häuser, Borne, Pflüge, Dieke, Züge, Alster 😉 , Hoffe, Felder, Passagen, Höfe, Hörne, Holte, Boome, Gassen, Kollaus, usw. gibt

Die Hamburger Straßennamen haben es bisweilen in sich – gerade die typischen norddeutschen Begriffe wie Redder, Steert oder Kamp geben dem Quiddje so manche Rätsel auf.

Und auch um lustige Straßennamen sind wir nicht verlegen:

Raboisen und Schlump beispielsweise sind phonetisch irgendwie schon witzig.

Die Rutschbahn oder der Durchschnitt auch interessante Adressen in der Stadt.

Wer das Buchstabieren üben will, geht in die ABC-Straße…

Auch die Milchstraße braucht man in Hamburg nicht am Himmel zu suchen, sondern direkt an der Alster.

Und wer am „Irrweg“ wohnt, ist hoffentlich selten auf dem Holzweg…

Winterhude

15 Okt

Dieser Stadtteil wird von knappen 50.000 Hamburgern bewohnt und beinhaltet – meiner Meinung nach – für Auswärtige Deutschlands größte Verwirrung einer Straße doch dazu später mehr.

Architektonisch gesehen zeichnet sich der Stadtteil durch eine bunte Vielfalt aus. Die ältesten Häuser befinden sich eher in Richtung der Alster rund um den Mühlenkamp und dem Winterhuder Marktplatz. In den 20er Jahren vom 20. Jahrhundert wurde dann die so genannte Jarrestadt hochgezogen. Charakteristisch für den Baustil sind die roten Backsteine und die weißen Fenster, die sich als Häuserfassade durch das ganze Viertel durchschlängeln.

Direkt in Nachbarschaft zur Jarrestadt befindet sich das Kulturzentrum ‚Kampnagel‚, das berühmt für die modernen Kulturveranstaltungen unterschiedlichster Natur ist. Das Foyer wird an Freitagen für die ‚Tanznagel‘-Party zweckentfremdet. Weiterhin enthält das Gebäude noch ein sehr gutes Restaurant, in dem man mittags überdurchschnittlich gute kantinenmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen kann. Nebenan befindet sich noch das Programm-Kino ‚Alabama‘ mit einer Vielfalt an qualitativ hochwertigen Filmen.

Ein absolutes Highlight stellt in Winterhude der Stadtpark dar: Dieser Freizeitpark enthält einen riesigen Kinderspielplatz fern jeglichen Verkehrs, eine Open-Air-Bühne, jede Menge Parkbänke und natürlich verschlungene Wege zum Spazieren, Flanieren oder Joggen. Mein Geheimtip ist der Biergarten Schumachers (Ja, da kommt kein s-Apostroph! ;-)), wo das Bier noch bezahlbar ist, wo es Gegrilltes zum Essen gibt und wo sich der schönste Sonnenuntergang Hamburgs beobachten läßt. Dort geht die Sonne nämlich genau an dem Planetarium unter. Genau gegenüber vom Schumachers trifft man sich etwas cooler, etwas lässiger im Café Sommer-Terassen. Dann doch lieber das kleine, aber feine Café am Stadtpark mit Selbstabholung. Oder einmal der Kaffeekette Balzac etwas entgegen setzen und Annika und Thomas, den beiden sympathischen Betreiber vom Elbgold am Mühlenkamp 6a einen Besuch abstatten – leckerster Kaffee!

Weitere gastromische Highlights seien hier nur kurz erwähnt und sind rein subjektiv! 😉 Frühstück im Köbes, kleine Portion Kartoffeln im Goldbeker, Brasserie Schoepplenberg und Döner bei Dubara in der Jarrestraße.

Ach ja, die Verwirrung! Die Sierichstraße führt in Nord-Süd-Richtung quer durch Winterhude: Sie ist die einzige Strasse in Europa, die tageszeitabhängig ihre Richtung wechselt. Von 4 bis 12 Uhr kann man stadteinwärts fahren, von 12 bis 4 Uhr stadtauswärts. Meist geht es gut, doch dort als Geisterfahrer zu landen, fällt wahrlich nicht schwer.

Winterhude ist umgeben von einigen sehr schönen Gewässern wie am Goldbekkanal. Daher kann man sich an mehreren Stellen wie etwa am Kaemmererufer Paddel- und weitere Boote ausleihen. Sehr bekannt dafür ist der Bootsverleih Dornheim, der auch schon als Kulisse für eine Folge vom Großstadtrevier diente.

Eine willkommene Abwechslung zum Einkauf bei IKEA stellt der Besuch in der Wäscherei dar. Es ist ein ganz anderes Möbelhaus, das sich in den Räumen einer ehemaligen Großwäscherei befindet. Einige Tische mit Accessoires im Erdgeschoß sind farblich fein sortiert. Zu finden sind aber schöne Stücke für alle Wohn- und Essbereiche. An Samstagen sind die Verkäuferinnen und Verkäufer schon mal gerne auffällig gekleidet und ein DJ sorgt für gute Unterhaltung beim Einkauf.

Hafenrundfahrt

15 Okt

Eine mitgemacht habe ich bisher nur mit auswärtigen Besuchern.

Eine große Rundfahrt dauert ca. eine Stunde und man fährt auf dem Wasser in einer Barkasse an einigen Sehenswürdigkeiten der Speicherstadt und des Hafens entlang. Inbegriffen ist außerdem meist die ‚Durchfahrt‘ durch eine echte Schleuse und ununterbrochenes Gerede durch den Kapitän. Wenn er gut drauf ist, erzählt er gute Witze, wenn es eine weniger gute Fahrt ist, hört man nur unverständliches Geschnarre durch die Lautsprecher.

Mein Fazit dazu: Kann man machen, muß man aber nicht. Ist mit Auswärtigen ab und an ganz lustig! 😉

Wer sich das Gequatsche und die ca. 15 Euro sparen will, kann auch einfach mit den HVV-Fähren der Linie 62 von Sandhöft (U-Baumwall – Speicherstadt) bis ganz nach Finkenwerder fahren. Dauert mindestens genauso lange, kostet aber nix extra (wenn man z.B. eh eine Tages- oder Monatskarte hat).

Schietwetter

14 Okt

gibt es in Hamburg seltener, als gemeinhin angenommen. Genauer gesagt, empfinde ich das Wetter als schlecht erst dann, wenn es mal richtig einen Tag über nur regnet. Oder sich die Wolken durch eine schöne Grauzeichnung auszeichnen.

Barmbek

14 Okt

Hamburg ist unverkennbar mit dem Wahrzeichen der Alster verbunden. Das Gewässer der Außenalster ist für Hamburg ebenso bedeutend wie die Elbe, trennt es doch den Westen vom Osten.

Seit ich in Hamburg wohne, bin ich meinem Ossi-Wohnsitz bislang treu geblieben. Typisch für diese Gegend wie bspw. Barmbek sind große Wohnanlagen – bevorzugt aus rotem Backstein mit immer mal wieder kleinen Gewerbeflächen im Vorderhaus. Barmbek unterteilt sich dann noch in Barmbek-Nord und Barmbek-Süd und reicht von der City-Nord bis nach Uhlenhorst in Nord-Süd-Richtung und von Winterhude bis nach Dulsberg in West-Ost-Richtung.

Ursprünglich errichtet wurde dieser Stadtteil als Arbeiterviertel, nachdem einige Bewohner der Speicherstadt ihre damalige Wohngegend verlassen mußten. Die Auslagerung der Wohnungen aus der Innenstadt war zugleich der Anlaß für den Bau der U-Bahn, die auf der Linie U2 von der Innenstadt ab der Station Uhlenhorst eher eine Hochbahn wird. Für langwierige U-Bahn-Tunnel war keine Zeit, denn die Arbeiter mußten ja irgendwie in die Stadt transportiert werden.

Die Kneipenszene ist in diesem Stadtteil größer als man denkt und beinhaltet ein paar Highlights wie das Oktober, das Tobac (bei mir um die Ecke!), das Zars, die T.R.U.D.E. (angelehnt an den gleichnamigen Bohrer für die vierte Elbtunnelröhre) und nicht zu vergessen das urgemütliche Schachcafé. In der Nähe der S-Bahn-Station Rübenkamp gelegen bietet das Schachcafé im Sommer den schönsten Biergarten in der Gegend.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Barmbek ebenfalls sehr viele. Die meisten befinden sich an der Fuhlsbütteler Straße, kurz auch ‚Fuhle‘ genannt. Dort reihen sich gleich mehrere Ketten neben individuellen Einzelhandelsgeschäften einander. Und wer ein Fan von Individualreisen ist, kommt in Hamburg nicht ums Erlebniseinkaufen bei Globetrotter herum. Unabhängig vom Hamburger Schietwetter ist man dann natürlich in der Hamburger Straße, ein Einkaufszentrum, das seit dem Weggang von Karstadt wenig verloren hat und noch immer für einen trockenen Einkaufsbummel lohnt.

Tüddelbüddel

14 Okt

Ist so etwas wie ein liebevoller Dummkopf. Wird auch oft für jemanden verwendet, der in dem Moment ein wenig durcheinander ist.

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